Gozo liegt nur 5 km nördwestlich von Malta und ist weniger als 96 Kilometer von Sizilien entfernt. Die kleine Insel ist 67 Quadratkilometer groß und hat dabei eine Bevölkerungsdichte, die nur leicht über der von Zypern liegt.

Dies ändert sich jedoch dramatisch, wenn im Hochsommer sowohl maltesische als auch ausländische Touristen Gozo in ihren Ferien besuchen.

Die Landschaft Gozos ist nicht nur merkbar grüner als Maltas, sondern auch unberührter, was der Insel eine ruhige Ausstrahlung verleiht. Farm und offene Felder gibt es im Überfluss, und ein Großteil der Küste, abgesehen von den beliebteren Buchten wie der Marsalforn, ist noch unbebaut.


Trotzdem bleiben die Hügel Gozos hervorstechendstes Merkmal. Tatsächlich sind auf dem offiziellen Wappen 3 solcher Hügel über dem Meer zu sehen. Die markanten Hügelkuppen bilden einzigartige Orientierungspunkte, die von Weitem sichtbar sind. Mit seinen 190 Metern ist der Ta'Dbiegi-Hügel in der Nähe des Dorfes San Lawrenz der höchste Punkt.

Wie auch Malta besteht das mediterrane Landschaftsbild Gozos vorwiegend aus Kalksteinvorkommen. Tatsächlich ist Kalkstein der Hauptbaustoff für die Errichtung von Gebäuden auf Gozo, was der Stadtlandschaft eine satte, honigfarbene Tönung verleiht. Der Kalkstein ist auch die Ursache für interessante Formationen wie dem Azure Window - ein ins Meer hinausragender Felsvorsprung mit erodiertem Zentrum, der somit eine Art Fenster bildet. Diese weithin bekannte Sehenswürdigkeit ist in den letzten Jahren das Opfer eines beschleunigten Erosionsprozesses geworden.
 
An der Küstenlinie liegen zahlreiche Buchten und Meeresarme, sowohl sandige als auch felsige. Der längste Sandstrand der Insel ist der Ramla il-Hamra mit seinem ockerfarbenen Sand und der beeindruckendsten Sammlung an Sanddünen, die eine kleine Anzahl an wunderschönen, wenn auch zählebigen Pflanzenarten beherbergen. Hierbei sticht die weiße Dünen-Pankrazlilie besonders hervor, die allen Widrigkeiten zum Trotz in der sengenden Hitze der Sommersonne erblüht.

 

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